Amazon steigt mit Zoox in das Geschäftsfeld autonomer Shuttlefahrzeuge ein. Foto: Zoox

Vier Fahrgäste können mitfahren, je zwei sitzen sich gegenüber. Foto: Zoox

OK, für einen richtigen Bus müsste das 3,63m lange Fahrzeug von Zoox noch etwas wachsen. Aber, was das kalifornische Startup Zoox da auf die Räder gestellt hat, ist so etwas wie die automobile Zukunft. Mobilitätskonzepte der Zukunft setzen auf andere Gefäßgrößen, keine Frage, noch wird der Klassiker, der 12m lange Linienbus, unsere Städte beherrschen. Aber auch das geschieht zunehmend schon immer mehr rein elektrisch, der Wandel hat begonnen. Vor 25 Jahren verkaufte Amazon das erste Buch – heute ist Amazon nicht nur das größte Internetkaufhaus der Welt, bietet  virtuellen Speicher an und ist im Streaming-Geschäft aktiv. Im Juni diesen Jahres hat Amazon die kreativen Kalifornier Zoox übernommenen, jetzt präsentierte das Startup das erste Robotaxi. Und Amazon macht damit deutlich, dass es Begehrlichkeiten in der Logistiksparte gibt. Der Name Robotaxi ist Programm: Es wird rein elektrisch angetrieben und kommt ohne Lenkrad und Cockpit aus, ist auf vollständig autonomes Fahren ausgelegt. Und ein Taxi ist bekanntlich ein öffentliches Verkehrsmittel zur gelegentlichen Personenbeförderung, auch das steckt in dem Konzeptfahrzeug. Was ist sonst noch etwas Besonderes? Vielleicht der Allradantrieb und die lenkbaren Achsen, so kann sich das Robotaxi fast auf der Stelle drehen… Mal ganz davon abgesehen, dass es ebenso gut vorwärts wie rückwärts fahren kann. Produziert werden die Bauteile des kleines Shuttles in einer Fabrik in Kalifornien. Wenn die Produktion hochgefahren werden, seien zwischen 10.000 und 15.000 Einheiten pro Jahr möglich. Für den Antrieb ist ein Akku mit zwei Speichereinheiten und einer Gesamtkapazität von 133 kWh verbaut, Zoox will damit einen 16 Stunden Dauerbetrieb mit einer Ladung ermöglichen. Vier Fahrgäste können mitfahren, je zwei sitzen sich gegenüber. Koordiniert und bestellt werden die Fahrten über eine App, wie viel eine solche Fahrt kosten wird, sagte Zoox nicht – noch nicht. Die Kalifornier verrieten, dass es erschwinglich sei. Die Routenplanung sei effektiv geplant und Fahrten würden kombiniert werden, so werde eine möglichst hohe Auslastung und ein niedriger Preis erreicht. Wer sich den Viersitzer nicht teilen möchte, der kann auch alleine fahren. Touchscreens ermöglichen unterschiedliche Inhalte und die Anzeige der Fahrtroute, Sitze mit Airbags sind auch an Bord. Aktuell werden schon Tests gefahren, in Las Vegas und an der Geburtsstätte im Silicon Valley, wo Zoox den Aufbau eines autonomen Taxiservices plant. Zoox möchte mit seinem kleinen Shuttlebus schon bald Passagiere effizient, autonom und klimafreundlich ans Ziel bringen. The future is for riders, not for drivers steht im Prospekt des Robotaxis. Und ja, die Zukunft gehört zweifelsohne autonomen Mobilitätsdienstleistungen. Wann geht es los? 2022 heißt es zögerlich seitens Zoox, ob und wann ein Start in Europa geplant ist, können die Kalifornier derzeit noch nicht sagen. (Zoox/PM/Sr)

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