Dieter Zetsche: „Das Erreichen der Ziele für 2019 ist nach dem ersten Quartal nicht einfacher geworden. “ Foto: Daimler

Die Daimler AG ist in einem wirtschaftlich anspruchsvollen Umfeld mit einem stabilen Umsatz und einem moderaten Gewinn im ersten Quartal gestartet. Im ersten Quartal erzielte man ein EBIT von 2.802 Mio. € und lag damit deutlich unter dem Vorjahreswert von 3.335 Mio. €. Das Konzernergebnis schwächte sich nur leicht ab auf 2.149 (i. V. 2.354) Mio. €. In allen automobilen Geschäftsfeldern ging das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurück. Auch das Ergebnis von Daimler Buses war negativ: Der Umsatz lag mit 785 (i. V. 850) Mio. € um 8% unter dem Vorjahrjahresniveau. Das EBIT betrug minus 21 (i. V. plus 37) Mio. €; die Umsatzrendite sank auf minus 2,7 (i. V. plus 4,4)%. Der Absatz ging im ersten Quartal um 4% auf insgesamt 5.500 Einheiten zurück. Grund dafür war im Wesentlichen ein geänderter interner Zulassungsprozess bei Reise- und Überlandbussen, wie Daimler in diesem Zusammenhang mitteilt. So sei es zu entsprechenden Lieferverzögerungen gekommen. In der Region EU30 verringerte sich der Absatz der Bussparte um 33% auf 900 Komplettbusse und Fahrgestelle der Marken Mercedes-Benz und Setra. In Deutschland gingen die Verkäufe von 400 auf 300 Einheiten zurück, sollen aber im Jahresverlauf wieder aufgeholt werden. Positiv entwickelten sich die Verkäufe im brasilianischen Markt mit einem Plus von 20% auf 2.200 Einheiten. Insbesondere aufgrund der weiterhin schwierigen wirtschaftlichen Lage in Argentinien stieg der Absatz von Daimler Buses in Lateinamerika (ohne Mexiko) insgesamt nur um 2% auf 3.200 Fahrgestelle. In Mexiko verzeichnete das Geschäftsfeld im ersten Quartal 2019 mit 400 (i. V. 500) Einheiten einen spürbaren Rückgang. Daimler Buses will die Marktführerschaft in seinen wichtigsten klassischen Kernmärkten bei den Bussen über 8t behaupten, wie es in einer entsprechenden Meldung zu den Zahlen heißt. Für das Jahr 2019 rechnet das Geschäftsfeld insgesamt mit einer deutlichen Absatzsteigerung. Die Grundlage dafür bildet ein leichtes Absatzwachstum in der Region EU30 und eine deutlich positive Entwicklung der Verkäufe in Indien. Für Lateinamerika (ohne Mexiko) wird von einem Absatz auf Vorjahresniveau ausgegangen. „Das Erreichen der Ziele für 2019 ist nach dem ersten Quartal nicht einfacher geworden. Um diese Ziele und unsere strategischen Renditeansprüche in allen Geschäftsfeldern wieder zu erfüllen, sind in diesem Jahr und in den nächsten Jahren große Kraftanstrengungen und ein fokussierter Mitteleinsatz unumgänglich. Wir müssen daher im gesamten Unternehmen die Lieferbereitschaft steigern, die Kosten senken und Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz sowie der Flexibilität verstärken. Denn angesichts der großen Veränderungen in der Automobilbranche und bei der individuellen Mobilität führt an kurzfristigen Sparmaßnahmen und langfristigen Weichenstellungen kein Weg vorbei. Mit der neuen Konzernstruktur schaffen wir bereits jetzt die Basis, um den neuen Tochtergesellschaften einen größeren unternehmerischen Gestaltungsspielraum zu geben, um weitere Erlös- und Geschäftspotenziale zu erschließen. Wir werden den Konzern in allen Dimensionen noch stärker in Richtung Nachhaltigkeit ausrichten“, sagte Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG.

Die Bussparte der Daimler AG meldet im 1. Quartal 2019 ein negatives Ergebis. Foto: Daimler

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