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Freuen sich über die Förderbescheide: RVK-Geschäftsführer Eugen Puderbach, RVK-Aufsichtsratsvorsitzender Günter Rosenke, RVK-Projektleiter „Null Emission“ Jens Conrad. Foto: RVK

Für die Beschaffung von 30 Brennstoffzellen-Hybridbussen und zwei Wasserstoff-Tankstellen erhält die Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie eine Förderung von 7,4 Mio. Euro durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Die Umsetzung der Förderrichtlinie wird durch die NOW Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie koordiniert. Eine weitere Zusage über eine Förderung in Höhe von 5,6 Mio. Euro im Zuge des EU-Projektes JIVE liegt ebenfalls vor. Bei Inbetriebnahme der Busse wird das Unternehmen ab 2019 über eine der größten emissionsfreien Busflotten Europas verfügen. Die jetzt erhaltene Förderzusage ergänzt die bereits im Januar erhaltene Förderung des Fuel Cells and Hydrogen Joint Undertaking (FCH JU) in Höhe von 5,6 Mio. im Zuge des EU Projektes JIVE. JIVE ist das größte Brennstoffzellen-Busprojekt in Europa. Die beteiligten ÖPNV-Unternehmen haben beschlossen, gemeinsam 140 Brennstoffzellen-Busse und mehrere H2-Tankstellen von europäischen Lieferanten zu beziehen. „Mit diesen Förderzusagen sind wir dem Ziel unseres Projektes ‚Null Emission‘, im Zuge dessen wir einen vollkommen emissionsfreien Nahverkehr in unserem Verkehrsgebiet anstreben, nun einen sehr großen Schritt näher gekommen“, sagt RVK-Geschäftsführer Eugen Puderbach. Die Co-Finanzierung der 30 Fahrzeuge sowie der beiden Wasserstoff-Tankstellen durch die beteiligten kommunalen Eigentümer der RVK soll in den nächsten Wochen sichergestellt werden. Die 30 zu beschaffenden Brennstoffzellen-Hybridbusse sollen Ende 2018/Anfang 2019 an den RVK-Standorten Hürth, Meckenheim und Wermelskirchen stationiert werden. Für weitere 10 Fahrzeuge gibt es eine Förderoption, diese sollen spätestens 2020 an den Start gehen. Zur Schaffung der hierfür erforderlichen Infrastruktur beabsichtigt die RVK an ihren Betriebsstandorten in Meckenheim (Rhein-Sieg-Kreis) und Wermelskirchen (Rheinisch-Bergischer Kreis) jeweils eine Wasserstoff-Tankstelle zu errichten. Die Inbetriebnahme dieser beiden Tankstellen ist für Ende 2018 geplant. Ebenfalls in 2018 wird eine weitere Wasserstoff-Tankstelle am Flughafen Köln/Bonn, für Nutzfahrzeuge und PKW, in Betrieb genommen sowie die bereits vorhandene Wasserstoff-Tankstelle in Hürth erweitert und ertüchtigt. Die RVK ist für ihre besondere Rolle im Klima- und Umweltschutz, besonders auf dem Gebiet des Einsatzes der klimaneutralen Brennstoffzellen-Technologie sowie wegen ihres betrieblichen Umweltmanagements bekannt. Schon 2011 setzte das Unternehmen zwei Bus-Prototypen mit der Brennstoffzellen-Technologie im Linienverkehr ein und sammelte hierbei wertvolle Erfahrungen, die zu derBeschaffung weiterer Busse der so genannten 3. Generation für den Stadtverkehr in Hürth und Brühl führten. Auch der Einsatz von mit Bio-Erdgas betriebenen Bussen im Kreis Euskirchen ist ein Teil dieser Nachhaltigkeitsstrategie. Gleichzeitig verankerte das Unternehmen das Projekt „Null Emission“ an vorderster Stelle in seinen Unternehmensgrundsätzen. Ziel dieses langfristig angelegten Projektes ist die Umstellung der gesamten Busflotte sowie des PKW-Fuhrparks auf Fahrzeuge mit umweltfreundlichen Antrieben. Spätestens ab dem Jahr 2030 möchte die RVK ausschließlich emissionsfreie Busse beschaffen, der PKW-Fuhrparksoll deutlich früher nur noch aus klimaneutralen Fahrzeugen bestehen. Im Jahr 2015 wurde die RVK, gemeinsam mit dem Energiecluster „HyCologne“, von der NRWLandesinitiative „KlimaExpo.NRW“ für das Projekt „Nachhaltiger ÖPNV durch Wasserstoffbusse in der Region Köln“ als „Vorreiter“ im Klimaschutz ausgezeichnet.

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