Beim Übertragungswagen von Busch ist auch die Inneneinrichtung vorbildgerecht nachgebildet. Foto: Schreiber

Das Farbfernsehen wird heute 50 Jahre alt. Von Anfang an dabei: Rollende Technik, die live vor Ort ist und das überträgt, was wir sehen sollen. Der damalige Vizekanzler Willy Brandt sollte die Farbe ins deutsche Fernsehen bringen – doch die Revolution begann mit einer Panne: Das Bild war schon bunt, als er am 25. August 1967 um 10.57 Uhr auf der 25. Funkausstellung in Berlin den roten Knopf drückte. Dieser war nämlich nur eine Attrappe, und die Techniker schalteten an dem Freitag vor 50 Jahren einige Sekunden zu früh um… Um die sensible Technik, die zum Übertragen nötig ist, sicher zu transportieren, sind als Übertragungswagen oft Omnibusse im Einsatz. Busch hat vor zwei Jahren nicht nur eine Bedruckungsvariante des Mercedes-Benz O 3500 aufgelegt, sondern dem Übertragungswagen von Radio Bremen neben der markanten Dachantenne auch eine neue, dem Vorbild entsprechende Inneneinrichtung mit auf den Weg gegeben. Live-Übertragungen waren auch schon in den 50er Jahren eigentlich keine Besonderheit. Nur war die Technik nicht ganz so klein. Und auch der Komfort für den Reporter ließ zu wünschen übrig, denn Töne gleichzeitig unterlegen zu können oder unbeliebte Hintergrundgeräusche herauszufiltern, war schlicht nicht möglich. Der erste Übertragungswagen wurde in 1951 in Hamburg in Betrieb genommen. Und es war auch schon ein Bus, den Büssing an den Nordwestdeutschen Rundfunk (NWDR) lieferte. Der ausgebaute Omnibus wurde bei Live-Übertragungen vor Ort eingesetzt. Da die Antennentechnik aber noch nicht gut war wie heute, durfte der Bus nur 20 Kilometer weit vom Sender weg sein. Das reichte dem NWDR, denn die Innenstadt und der Hamburger Hafen sowie der Fußballplatz des FC St. Pauli lagen in diesem Radius.

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