Ramona Pop, Vorsitzende des Aufsichtsrates der BVG und Dr. Sigrid Nikutta, Vorsitzende des Vorstandes der BVG. Foto: SenWiEnBe

Der Aufsichtsrat der Berliner Verkehrsbetriebe hat in dieser Woche den Auftrag für die ersten 30 Elektrobusse freigegeben. Den Hersteller der Elektrobusse nennt die BVG nicht, denn noch läuft die so genannte Einspurchsfrist. Wie Berliner Zeitungen berichten, hätte man sich bei der BVG aber nicht für Elektrobusse aus China entschieden – trotz der Erkundungsreise des Vorstandes ins Reich der Mitte. Die Berliner Morgenpost weiß zu berichten, dass die Berliner Wirtschaftssenatorin Ramona Pop bei einem Besuch in China angedeutet hatte, “…dass mangels Auswahl künftig auch asiatische Busse durch Berlin rollen könnten.” Und genau da wird es schon spitzfindig, wie Berliner Medien meinen, denn ein Konjunktiv werde verwendet, wenn in der indirekten Rede ein Sprecher eine Äußerung eines anderen Sprechers wiedergebe, ohne diese wörtlich zu wiederholen. Und es gibt da ja noch eine Form des Konjunktivs, die genau dann benutzt, um etwas Unwahrscheinliches ausdrücken zu wollen… Man darf also gespannt sein, doch wer um die von den Berlinern mit den Hamburgern angekündigten Kooperation weiß, der denkt doch an einen Elektrobus von Daimler, der – bei gemeinsamer Beschaffung mit einem Großauftrag – deutlich preiswerter werden dürfte. Und der Vertrag der BVG mit Daimler über die Lieferung von bis zu 950 Stadtbussen vom Typ Citaro lässt weiteren Raum für Spekulationen. Tatsache ist, dass die 30 Elektrobusse nicht wie die fünf zum Testen angeschafften Elektrobusse an den Endpunkten der Linien, sondern über nacht auf dem Betreibshof aufgeladen werden. “Berlin steht vor einem historischen Wandel im Nahverkehr”, sagt Wirtschaftssenatorin Ramona Pop, die auch BVG-Aufsichtsratsvorsitzende ist. “Berlin und die Verkehrsbetriebe arbeiten weiterhin gemeinsam mit Hochdruck daran, die Busflotte auf den zukunftsweisenden und umweltfreundlichen E-Antrieb umzustellen.”, so Pop gegenüber den Medien. In diesem Zusammen ist es noch wichtig, dass in den Mitteilungen die ganze Zeit von Eindeckern gesprochen wird. Aktuell wollen die Berliner in Kürze auch neue Doppeldecker ausschreiben. Ob da das Thema Elektromobilität dann auch schon langfristig mit berücksichtigt werden wird?

 

 

 

 

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