Bei der Vorstellung des Brennstoffzellenbusses (v.l.n.r.): Prof. Knut Ringat (RMV-Geschäftsführer und Sprecher der Geschäftsführung), Christel Fleischmann (Erster Kreisbeigeordneter des Landkreises Darmstadt-Dieburg), Barbara Akdeniz (Stadträtin Darmstadt), Christian Winzenhöler (Busunternehmen Winzenhöler). Foto: RMV/Landwehr

Premiere in Hessen: Erstmals wird in Darmstadt und im Landkreis Darmstadt-Dieburg ein mit Wasserstoff betriebener Brennstoffzellenbus im regulären öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) eingesetzt. Die RMV setzt in Kooperation mit dem Omnibusbetrieb Winzenhöler erstmals einen Brennstoffzellenbus in Hessen ein. Befahren werden mit der Linie 671 und X71 die Regionen Darmstadt, Dieburg, Groß-Umstadt-Wiebelsbach und Babenhausen. Mit dem Einsatz von Brennstoffzellenbussen hat das Busunternehmen Winzenhöler bereits durchweg positive Erfahrungen gesammelt: Seit 2017 sind Busse mit der innovativen Technik im Werksverkehr auf dem Betriebsgelände des Industrieparks in Frankfurt-Höchst im Einsatz. Mit aktuell acht Fahrzeugen verfügt das Unternehmen über Hessens größte Brennstoffzellenflotte. Winzenhöler möchte damit einen Beitrag leisten, die Technik auch im anspruchsvollen Regionalbusverkehr zu erproben und zur weiteren Verbreitung beizutragen. Eingesetzt wird der Brennstoffzellenbus morgens und nachmittags, da sich momentan die einzige für Busse passende Wasserstofftankstelle in Frankfurt-Höchst befindet. Die Strecke, auf denen der Brennstoffzellenbus unterwegs sein wird, zeichnet sich durch eine anspruchsvolle Topografie und einen autobahnähnlich ausgebauten Abschnitt auf der Bundesstraße 26 aus. Die Erprobung findet auf einer Strecke statt, die den Landkreis Darmstadt-Dieburg mit der Darmstädter Innenstadt bis zum Hauptbahnhof verbindet. Gerade in den Innenstädten bietet die lokale Emissionsfreiheit bei der Brennstoffzellen-Technologie einen großen Vorteil für die Gesundheit und Lebensqualität der Menschen. „Für die Fahrgäste ändert sich erst mal nichts, außer, dass der neue Bus viel leiser ist und eine ordentliche Beschleunigung hat“, so der RMV-Geschäftsführer Knut Ringat. Dass die Zukunft des ÖPNV in der Elektromobilität liegt, daran hat Ringat keinen Zweifel. Die Frage sei, woher die Energie dafür stamme. Die Reichweite des Brennstoffzellen-Busses ist mit 440 Kilometern höher als der von batteriebetriebenen Elektrobussen. Ein weiterer Vorteil liegt laut Ringat darin, dass Wasserstoffbusse schneller aufgetankt werden könnten. Der Einsatz von Brennstoffzellenbussen passt laut Ringat gut zur Gesamtstrategie Mobilität 2030, die der RMV vor einem halben Jahr beschlossen hat und die den Ausbau der Infrastruktur, der Digitalisierung und den vermehrten Einsatz klimaneutraler Fahrzeuge vorsieht.

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