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1999 – Einer der ersten Solaris-Urbino-12-Bussen

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2010 – SoIange und Krzysztof Olszewski bei Beginn der Arbeit im neuen Rohbauwerk für Straßenbahnen in Środa Wielkopolska

1996-2001

Ein Traum über eigene Fabrik geht in Erfüllung

1996 bekam eine von Krzysztof und Solange Olszewski gegründete junge Gesellschaft Neoplan Polska den Zuschlag für die Lieferung von 72 Bussen nach Posen. Am 22. März verließ der erste Bus das Werk in Bolechowo. Bereits seit 1994 leitete der Ingenieur Krzysztof Olszewski das Vertriebsbüro von Neoplan in Polen. Er war derjenige, der Niederflurbusse auf den polnischen Markt brachte. Dieser Markt war in den 90-er Jahren besonders auf Innovationen erpicht und entwickelte sich im Zeitraffertempo. In den nächsten fünf Jahren nach Beginn der Produktion des ersten Neoplan-Busses verlief alles sehr schnell. Neue Aufträge kamen aus ganz Polen und die Beschäftigung im jungen Unternehmen stieg fast um das Fünfzehnfache. Das Unternehmen eroberte schlagartig den inländischen Busmarkt. Bis 2001 verließen das Werk in Bolechowo beinahe 700 Fahrzeuge. Eine immer breitere Angebotspalette war einer der grundlegenden Wettbewerbsvorteile des Unternehmens, es überzeugte jedoch auch dank seiner Innovationskraft und hervorragendem Marktgespür. Ende des 20. Jahrhunderts fertigten die Olszewskis ihren eigenen, modernen Bus. Sie entwickelten ein völlig neues Gerippe aus nichtrostendem Stahl, das den anspruchsvollen Straßen- und Klimabedingungen in Polen gerecht werden sollte. Mit der Premiere des Solaris Urbino im Jahr 1999 beschritt das Unternehmen den Weg eines verstärkten Wachstums. Der in Bolechowo entwickelte und gefertigte Bus erwies sich als Volltreffer und wurde schnell zu den am häufigsten gekauften Stadtbussen in Polen. Ein Jahr nach seiner Premiere rollten die Solaris-Busse auf die Straßen Europas, zuerst in Tschechien und in der Slowakei. Kurz danach feierten sie ihr Debüt in Deutschland. Die ausländischen Kunden betrachteten die polnischen Busse zuerst mit Vorsicht, doch mit stets steigendem Interesse.

2001-2006
Eigene Marke wird immer stärker

In das neue Jahrtausend trat das Unternehmen bereits als Solaris Bus & Coach ein. Seit diesem Zeitpunkt gehörte das Unternehmen vollständig der Familie Olszewski und das Werk in Bolechowo verließen nur Busse der Marke Solaris. Folgende Jahre brachten dem Hersteller zahlreiche Aufträge, darunter auch solche in beachtlicher Höhe und von ausschlaggebender Bedeutung für die Entwicklung des Unternehmens. Während bis 2001 nur 7 in Bolechowo gefertigte Busse ins Ausland gingen, waren Ende 2005 bereits über ein Tausend davon in 17 Ländern Europas im Einsatz. 2003 bekam Solaris einen Auftrag von den Berliner Verkehrsbetrieben BVG für 260 Busse, der als einer der wichtigsten in der Geschichte von Solaris gilt. Dank diesem Zuschlag standen die Türen nach Europa weit offen für den polnischen Hersteller. Seit diesem Zeitpunkt begannen zuverlässige und moderne Urbino die Straßen größerer und kleinerer Städte im Westen Europas zu erschließen. Die westlichen Betreiber bezweifelten kaum mehr, dass es sich lohnt, in die polnische Technologie zu investieren. Die Busse aus Bolechowo bewährten sich hervorragend auf dem sehr anspruchsvollen schweizerischen Markt, der aufgrund seiner hohen Anforderungen als eine Art Lackmustest für Qualität gilt. Solange und Krzysztof Olszewski erweiterten allmählich die Familie der niederflurigen Urbino, indem sie das Portfolio nicht nur um verschiedene Längen sondern auch um immer mehr innovative Varianten der Fahrzeuge ergänzten. Zu dieser Zeit machte Solaris auch seinen ersten Schritt auf dem Weg der Elektromobilität, indem es einen emissionsfreien Niederflur-Oberleitungsbus Trollino vorführte und mit der Produktion einer neuen umweltfreundlichen Antriebsart, d. h. des Erdgasantriebs (CNG) begann. Dank der außergewöhnlichen Flexibilität, auf Kundenwünsche einzugehen, und einer breiten Produktpalette wurde der polnische Hersteller innerhalb eines Jahrzehnts seit Produktionsbeginn zu einem der führenden Bushersteller in Europa.

2006-2011
Ära der Innovation – rasante Entwicklung

Einer nach dem anderen verließen Busse das Werk in Bolechowo und begaben sich in verschiedene Richtungen Europas. Zeitgleich mit der Erhöhung der Produktionsleistung machten die Konstrukteure in Bolechowo weitere Schritte auf dem von Krzysztof Olszewski eingeschlagenen visionären Weg. 2006 zeigte Solaris der ganzen Welt seinen Hybridbus Solaris Urbino Hybrid und ging somit zielsicher auf die Bedürfnisse moderner Städte ein. Bei der Premiere sagte Krzysztof Olszewski: „Diesel ist gestorben. Es lebe die Elektrizität!”. Umweltfreundlicher öffentlicher Verkehr wurde von Jahr zu Jahr zum Steckenpferd des Unternehmens. Dessen Entwicklung widmete der Hersteller immer mehr Aufmerksamkeit. Drei Jahre später sorgte Solaris für eine Sensation, als es seine erste Straßenbahn Tramino vorstellte. Doch um neue Trends im öffentlichen Verkehr zu setzen, musste man in die Zukunft schauen – 2011 rollte der erste polnische rein elektrische Bus auf europäische Straßen, womit das Unternehmen wagemutig andere Hersteller herausforderte. Solaris galt bereits damals in der Branche als eine der zukunftsweisendsten und kreativsten europäischen Marken. Laut europäischen Journalisten hätte sich niemand mit dem polnischen Hersteller in Hinsicht auf Innovation und Tempo der Erweiterung des Produktportfolios messen können. Bis 2011 waren die Urbino mit der charakteristischen asymmetrischen Frontscheibe auf 21 Märkten vertreten, auch in solchen exotischen Weltecken wie Dubai oder der Insel La Réunion bei Madagaskar. Während der größten Finanzkrise am Anfang des 21. Jahrhunderts  knackte Solaris die Marke von 1000 der innerhalb eines Jahres ausgelieferten Einheiten. Das Ehepaar Olszewski wurde in der polnischen Presse als „Buskönig und -königin“ ausgerufen.

2011-2016
In Richtung nachhaltiger Entwicklung

Während in den Köpfen der Ingenieure von Solaris immer mehr innovative und beeindruckende Ideen entstanden, brachen die Auslieferungszahlen alle Rekorde. Die modernen, außergewöhnlich leisen Urbino electric, die mit verschiedenen Ladesystemen und Batteriearten ausgestattet werden, eroberten weitere europäische Städte. Die Familie Olszewski war von Anfang an davon überzeugt, dass die umweltfreundlichen Antriebsarten Zukunft des städtischen Verkehrs sind und dass von der Umsetzung der nachhaltigen Entwicklung der Lebensstandard in Städten abhängt. Solaris arbeitete, außer an Elektrobussen, auch verstärkt an der neuen Generation von Urbino. Im Jahr 2014, genau ein Jahrzehnt nach der Premiere des Vorgängers, zeigte das Unternehmen erstmals eine völlig neue Konstruktion des Busses, der von Beginn an hervorragende Noten auf dem Markt erhielt. Dank seinem futuristischen Design sowie den technischen Lösungen wurde er zum echten Hingucker. Während der zwei Jahrzehnte erwuchs Solaris zu einem reifen und selbstbewussten Unternehmen. Das Unternehmen rief eine eigene Stiftung „Grüner Dackel“ ins Leben, eröffnete eine Kinderkrippe für die Kleinkinder seiner Mitarbeiter und unterstützt berufliche Ausbildung durch Patronatsklassen. In Zusammenarbeit mit der Technischen Universität in Posen bildet Solaris im Rahmen der dualen Studien ausgezeichnete Fachleute aus. Für die Fahrer seiner Busse organisiert es Schulungen, damit sie die Möglichkeiten der Busse möglichst effektiv nutzen und somit für die Sicherheit der Passagiere sorgen können. Innerhalb von zwei Jahrzehnten wurde Solaris zum Symbol des polnischen Erfolgs. Das Werk in Bolechowo verließen über 14 Tausend Busse und Straßenbahnen, die in über 600 Städte fahren. Als Solaris ein neues Blatt seiner Geschichte aufschlug, entschied es sich für die Richtung Zukunft.

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