Qbuzz bestellt 20 Busse mit Brennstoffzellenantrieb bei Van Hool. Grafik: Van Hool, Qbuzz. Montage: omnibus.news

Qbuzz, ÖPNV-Dienstleister in den niederländischen Provinzen Groningen und Drente, hat 20 Brennstoffzellenbusse bei Van Hool bestellt. Außerdem wurde ein Auftrag für eine Wasserstoff-Tankstelle vergeben. Die Fahrzeuge will Van Hool im Herbst nächsten Jahres ausliefern, so dass sie im Dezember 2020 in Betrieb gehen können. Seit Dezember 2017 hatten die Niederländer zwei Brennstoffzellenbusse von Van Hool vom Typ A330 Fuel Cell im Rahmen eines Pilotprojektes erporbt. Bis Dezember 2022 werden die beiden Omnibusse in Appingedam im Linienverkehr fahren. Weil das Pilotprojekt von Anfang an positiv verlief, hat Qbuzz 20 weitere Fahrzeuge bei den Belgiern bestellt. Der benötigte Wasserstoff für den Betrieb wird als Nebenprodukt von den AkzoNobel-Chemiewerken in Delfzijl geliefert. Hier befindet sich auch die Wasserstoff-Tankstelle für die beiden Pilot-Fahrzeuge. Nach Angaben von Qbuzz werden die angepeilten Reichweite von 350 bis 400 Kilometer auf den Überlandlinien erreicht. Für den nun neuen Einsatz in Groningen hat die zuständige Verkehrsbehörde Shell den Auftrag zum Bau einer Wasserstofftankstelle in der Stadt Groningen sowie zur Lieferung des Wasserstoffs erteilt. Die tägliche Fahrt zu der rund 40 Kilometer entfernte Wasserstoff-Tankstelle in Delfzijl kann man sich nun sparen. Sowohl das Pilotbusprojekt als auch die neuen 20 Busse werden vom Ministerium für Infrastruktur und Umwelt, der EU über das FCHJU-Projekt sowie von den Provinzen Groningen und Drenthe unterstützt. Qbuzz kauft derzeit viele neue Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb, weil die Niederländer die Ausschreibung für den ÖPNV für den nördlichen Teil der Niederlande gewonnen hat. Zur Ausschreibung gehörte die Vorgabe, den Busverkehr in Groningen und Drenthe ab Dezember 2019 mit Null-Emissionen zu gestalten und die CO₂-Emissionen um 90 Prozent zu reduzieren. Filip Van Hool, CEO Van Hool: „Dies ist der zweitgrößte Auftrag für Wasserstoffbusse, seit wir 2005 mit dem Bau von Linienbussen mit dieser Antriebstechnik begonnen haben.“ Van Hool hat bis heute 131 Wasserstoffbusse auf die Räder gestellt. Aufsehen erregten die Belgier, als Köln und Wuppertal insgesamt 40 H2-Busse bei Van Hool bestellten.

Köln setzt auf Wasserstoff und die Brennstoffzelle, hier der erste Bus von Van Hool für RVK. Foto: omnibus.news

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