Kommt nur einmal im Jahr: Der Linienbus im spanischen La Torre d’Oristà. Foto: El Periodico

La Torre d’Oristà, ein kleines Dorf im Nordosten von Spanien, sorgt für Aufsehen in der Buswelt: Hier gibt es die wohl absurdeste Bus-Verbindung der Welt. Nur einmal im Jahr wird das kleine Dorf von einem Linienbus angefahren. Und zwar am ersten Montag im März kommt ein Linienbus in die 250-Seelen-Gemeinde. Aber kein Fahrgast steigt ein oder aus, wie spanische Tageszeitungen alljährlich zu berichten wissen. „So geht das schon seit vielen Jahren“, berichtete der Busfahrer Miquel Palacios der Tageszeitung El Periodico. Das zuständige Busunternehmen erhalte die Verbindung nur aufrecht, um die Konzession für die Route nicht zu verlieren, berichtete die Zeitung weiter. Es wolle die Lizenz behalten für den Fall, dass in der Gegend einmal ein Großkonzern investiere. Da der Bus nur einmal im Jahr kommt, könnten die Dorfbewohner ihn eigentlich mit einer Musikkapelle empfangen und das Ereignis mit einem Volksfest feiern, witzelte die spanische Zeitung. Und wer weiß, vielleicht stehen ja im nächsten Jahr am ersten Montag im März doch noch Fahrgäste an der Bushaltestelle, vielleicht ja auch Touristen, die eigens angereist sind.  Es könnte sich ja auch ein Haltestellen-Kult entwickeln, wohlmöglich ist der Bus dann so voll, dass noch weitere Fahrzeuge und gar andere Verbindungen eingerichtet werden müssen, auch wenn einem das jetzt spanisch vorkommt…

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