Berlin längert das angebot an Busspuren um 19km. Foto: Binanzer

Die Hauptstadt hat ein Problem: Viele der Linienbusse sind nicht pünktlich, weil sie im Stau stecken bleiben. Jetzt gibt es 18,7 Kilometer mehr – nur für die Busse! Und die neuen Busspuren in der Hauptstadt sind rund um die Uhr für den Bus reserviert. Aktuell bietet Berlin ein Busspur-Netz mit 102 Kilometern Länge, was nach Angaben der BVG im vergangenen Jahr dazu führte, dass nur 86,8 Prozent der Linienbusse nach Fahrplan fuhren. Jetzt setzt Verkehrssenatorin Regine Günther um, was im Koalitionsvertrag von Rot-Rot-Grün verabredet ist. Darin steht: „Neue Busspuren werden dort eingerichtet, wo die Busse im Stau stehen, und Lücken im existierenden Busspur-Netz werden geschlossen. Die zeitliche Beschränkung der bestehenden Busspuren wird aufgehoben.“ Die Busspur nützt nichts, wenn sie zugeparkt ist – deshalb will sie die BVG mit eigenen Fahrzeugen und mit eigenen Leuten freiräumen, wie aus Berlin zu hören ist. Aber: Es gibt unter anderem noch keine Kostenliste, eine Änderung der Gebührenordnung ist beim Senat zur Zeit noch in Arbeit. Der BVG-Abschleppdienst wird wohl erst ab Januar 2020 zum Einsatz kommen. In der vergangenen Woche wurde im BVG-Aufsichtsrat auch die Anschaffung weiterer 92 Elektrobusse beschlossen. „Zusammen mit den neuen Busspuren stärken und beschleunigen wir auf diese Weise den Übergang zur klima- und umweltfreundlichen innovativen Elektromobilität in unserer Stadt“, so die Verkehrssenatorin in diesem Zusammenhang.

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