In Kiel hat man mit Hybridbussen von Volvo positive Erfahrungen gesammelt. Foto: KVG

Neues aus Kiel: KVG-Geschäftsführer Andreas Schulz hat gemeinsam mit dem Kieler Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer im Dezember 2018 insgesamt 19 neue Hybrid-Fahrzeuge im Fuhrpark der Fördestadt begrüßt. Damit haben die Kieler nun 30 Volvo-Hybridbusse im Fuhrpark. Andreas Schulz: „Der erste Schritt zur E-Mobilität der KVG ist damit getan.“ Diese Fahrzeuge sparen 24 Prozent Kraftstoff (nur durch Bremsenergie) ein, das bedeutet 10.000 Liter/Jahr pro Fahrzeug. Bei 30 Fahrzeugen beträgt die Ersparnis sogar 300.000 Liter/Jahr. Dazu kommen eine CO2-Reduzierung von 25 Prozent, eine NOx-Reduzierung von 94 Prozent und eine erhebliche Lärmreduzierung gegenüber herkömmlichen Fahrzeugen. Die KVG freut sich auch über eine Förderung der Fahrzeuge: „Die ersten zehn Fahrzeuge sind seitens des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert worden“, so der KVG-Geschäftsführer. Die Kieler Verkehrsgesellschaft (KVG) ist mit ihren seit Januar 2018 im Linienverkehr eingesetzten zehn Hybridbussen aus dem Hause Volvo so zufrieden, dass sie die Beschaffung von 19 weiteren Exemplaren noch in gleichen Jahr umgesetzt hat. Mit den eingesetzten Volvo 7900 HA–Hybrid-Niederflur-Gelenkbussen Euro 6 haben die Kieler einen Schritt in die Elektromobilität unternommen. Die Hybridfahrzeuge verfügen über einen Lithium-Ionen Eisenphosphat Batteriespeicher von 9kw/h, der aus der Bremsenergie gespeist wird und über den 150 KW Elektromotor das Fahrzeug bis zu einer Geschwindigkeit von ca. 25 Km/h ohne Zuschaltung des Dieselmotors antreiben. Gerade in den Abendstunden, wenn der Verkehr in Kiel etwas nachgelassen hat trägt das Anfahren ohne Dieselantrieb zu einer Reduktion der Lärmemissionen bei, wie die KVG mitteilt. Für die Fahrgäste hat sich gegenüber den bereits in 2017 eingesetzten Fahrzeugen mit 4 Türen am Komfort nichts verändert. Die Volvo 7900 HA bieten ebenfalls 4 Türen, haben die bei der KVG obligatorischen zwei Rollstuhlplätze an Tür 2, den dritten Stehperron an Tür 3 für Kinderwagen und Rollatoren und Kneeling, Innenanzeigen, Außenanzeigen, Außenlautsprecher, Holzdekorfußboden, taktile Haltestangen und vieles mehr. Die Fahrzeuge verfügen zudem über 42 Sitzplätze zzgl. der Klappsitze in den Stehbereichen an Tür 2 und 3. Eingesetzt werden die weißlackierten Fahrzeuge hauptsächlich auf der Innenstadtlinie 11. Daher sind diese auch für großes Fahrgastaufkommen „stehplatzoptimiert“. Das Außendesign wurde für alle Fahrzeuge identisch gestaltet und zeigt den Technologieschritt, den die Kieler mit de Anschaffung der Hybridbusse gegangen sind. Mit den neuen 19 Fahrzeugen wurden 17 Diesel-Busse mit Euro 3 Standard ausgemustert. Nach den Worten von Geschäftsführer Andreas Schulz ist die Hybridtechnik für die KVG dennoch nur eine Brückentechnologie: „Es ist ein erster Schritt zur Umstellung des Fuhrparks.“ Ab 2020 sollen in Kiel dann die ersten rein elektrischen Busse rollen. Die Verkehrsgesellschaft trifft dafür bereits Vorbereitungen. Eine Schlüsselfunktion wird der Betriebshof Werftstraße übernehmen, auf dem die Busse geladen werden sollen. Entsprechende Konzepte zur Elektrifizierung sind in Arbeit. Außerdem will die KVG die Stadtwerke Kiel Netz GmbH mit der Überplanung von vier Endhaltestellen beauftragen. Das Gesamtpaket inklusive Fahrzeuge, Ladeinfrastruktur, Installation, Support und Wartung wird zu gegebener Zeit europaweit ausgeschrieben.

Der KVG-Geschäftsführer Andreas Schulz begrüßt an diesem Tag gemeinsam mit dem Kieler Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer 19 neue Hybrid-Fahrzeuge von Volvo, die den Fuhrpark der KVG auf insgesamt 30 Busse dieser klimafreundlichen Technik ergänzen. Foto: KVG

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