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Der Crossway von Iveco ist in Dänemark mit 64% Marktführer in seiner Klasse. Foto: Iveco Bus

Midttrafik, Sydttrafik und Movia haben 142 Überlandbusse ausgeschrieben, Iveco Bus, die weltweite Busmarke von CNH Industrial, hat den Zuschlag bekommen. Jetzt haben die Italiener mit der Auslieferung der Überlandbussen für die dänischen Verkhersbetriebe begonnen. Die Crossways-Busse werden über die VBI Group geliefert, dem größten Bushändler Dänemarks und lokalen Vertriebshändler von Iveco Bus. 118 der Busse sind Crossway mit Hochboden und für den Überlandverkehr vorgesehen, die restlichen 24 Busse sind Stadtbusversionen mit niederflurigem Einstieg. Der Crossway ist der europäische Marktführer im Überlandbussegment und hält alleine in Dänemark einen Marktanteil von 64Prozent, wie Iveco in der entsprechenden Pressemitteilung nicht ohne Stolz verkündet. Der Überlandbus wird in Vysoké Mýto in der Tschechischen Republik hergestellt. Der Standort hat eine lange Tradition: Vor 120 Jahren wurde in Tschechien wurde mit der Stellmacherei von Josef Sodomka der Grundstein für das gelegt, was heute europaweit auf einer Fläche von mehr als 225.000 Quadratmetern seinesgleichen sucht. Die Busfabrik in Vysoke Myto ist einer der größten Nutzfahrzeug-Produktionskomplexe in Mittel- und Osteuropa. Für Iveco Bus ist es der wichtigste Bus-Produktionsstandort. 1928 wurde der erste Bus gebaut, damals noch auf einer Skoda-Basis und unter dem Firmennamen Sodomka. Die Verstaatlichung der tschechoslowakischen Industrie im Jahre 1948 machte einen radikalen Schnitt. Die Hersteller konnten ihre Unternehmen nicht mehr nach den eigenen Vorstellungen weiterentwickeln, die Produktion wurde einem landesweiten Plan unterworfen. Die Firma von Sodomka erhielt nach der Verstaatlichung einen neuen Namen – Volkseigener Betrieb Karosa – und erlebte einen radikalen Wandel im Produktionsprogramm. Die Firma konzentrierte sich überwiegend auf Autobusse und Schleppfahrzeuge. In den 50er Jahren hatte Karosa um die 500 Angestellten und einige Entwicklungsabteilungen. Hier wurden nun Reisbusse hergestellt, einen großen Erfolg feierte der Reisebus 706 RTO. Mit der Privatisierung wurde 1994 die Busfabrik ein Teil von Renault Véhicules Industriels. 1999 wurde das Unternehmen dann ein Standort von Irisbus, seit 2007 ist die Busfabrik im Besitz von Iveco und hört auf den Namen Iveco Czech Republic. Alles unter einem Dach, Unternehmen und Marken, die den Busbau prägten, wie beispielsweise Alfa Romeo, Fiat, Lancia, OM und Orlandi in Italien, Berliet, Renault, Chausson und Saviem in Frankreich, Karosa in der Tschechischen Republik, Magirus-Deutz in Deutschland und Pegaso in Spanien, sind heute mehr oder weniger somit ein Teil von Iveco Bus. Im Werk selbst gibt es einen Raum, der die Geschichte des Standortes auch mit den gebauten Omnibussen im kleinen Maßstab dokumentiert. Im Jahr 2015 blickt man bei Iveco Bus zuversichtlich und entschlossen in die Zukunft, denn der Crossway, verkauft sich ausgezeichnet. Im letzten Jahr wurden fast 3.300 Omnibusse in Vysoke Myto produziert. Basis der Erfolgs der Crossway-Baureihe ist das modulare Konzept für unterschiedliche Einsatzgebiete und das Preis-Leistungs-Verhältnis. Seit der Markteinführung des Modells wurden fast 30.000 Crossway an Kunden ausgeliefert. Die Effizienz dieser Fahrzeuge ist u.a. auf den Einsatz von Euro VI Motoren zurückzuführen, die über ein hocheffizientes selektives Nachbehandlungssystem mit katalytischer Reduktion (HI-SCR) verfügen. Das System arbeitet ohne Abgasrückführung und vermeidet das Risiko von erzwungener Hochtemperatur-Filterregeneration, da es den Verbrennungsprozess optimiert: der Motor saugt nur saubere, frische Luft an, die nicht mit dem heißen, zurückgeführten Abgas vermischt wird. Des Weiteren ist es mit dem HI-SCR System nicht erforderlich, zur Regeneration Kraftstoff in den Auspuff einzuspritzen.

 

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