
Das Land Niedersachsen fördert den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) weiterhin auf hohem Niveau. Symbolfoto: DaimlerTruck
Das Land Niedersachsen fördert den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) weiterhin auf hohem Niveau. Das Fördervolumen des ÖPNV-Jahresförderprogramms 2026 erreicht mit rund 110 Millionen Euro einen im Vergleich mit den vergangenen Jahren sehr hohen Wert. Das norddeutsche Bundesland stehe damit zu seiner Verantwortung und unterstütze die Mobilitätswende mit dem Ziel, ein attraktives ÖPNV-Angebot anzubieten. Für ein Flächenland ist es eine besondere Herausforderung, gleichwertige Verhältnisse in Niedersachsen zu erreichen.
Das jährliche ÖPNV-Jahresförderprogramm leiste dazu einen großen Beitrag, so das niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Bauen. Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne: „Ein guter ÖPNV ist ein wichtiger Baustein der niedersächsischen Mobilitätspolitik, und das Jahresförderprogramm wirkt da, wo es wichtig und nötig ist: direkt vor Ort. Die Landesregierung arbeitet kontinuierlich darauf hin, dass im gesamten Land ein hochwertiges, an den Bedürfnissen der Bevölkerung und der Wirtschaft ausgerichtetes Angebot bereitgestellt wird.“
Im Einzelnen umfasst das ÖPNV-Jahresförderprogramm 2026 die folgenden vier Programmteile: Das ÖPNV-Flächenprogramm (größere Bushaltestellen, Straßenbahn- und Stadtbahnprojekte, Echtzeitinformationssysteme, usw.), das SPNV-Flächenprogramm (Schienenpersonennahverkehr), das ÖPNV-Bushaltestellenprogramm und das ÖPNV-Busbeschaffungsprogramm. Die einzelnen Projekte können Sie den beigefügten Anlagen entnehmen. Insbesondere zu erwähnen sind dabei: Der Aufbau der Elektromobilität im Landkreis Celle durch die CeBus GmbH & Co. KG.
Das Unternehmen rüstet seinen Hauptstandort in Celle zu einer zentralen Werkstatt für Elektrobusse auf und erweitert bzw. errichtet vier zusätzliche Satelliten-Standorte mit Lade- und Abstellkapazitäten. Der Ausbau des Zentralen Omnibusbahnhofes Neumarkt in Osnabrück. Die Investitionssumme liegt bei rund 9,2 Millionen Euro. Der voraussichtliche Landeszuschuss beträgt hier ca. 2,9 Millionen Euro. Für das ÖPNV-Bushaltestellenprogramm (vereinfachtes Verfahren) stellt das Land 25,7 Millionen Euro bereit, die ein Investitionsvolumen von 35,8 Millionen Euro auslösen.
Mit jeweils zwei Elektrobussen werden die Üstra in Hannover, die Hülsmann Verwaltungs GmbH in Voltlage (Landkreis Osnabrück) sowie die Meyering Verkehrsbetriebe in Lingen (Landkreis Emsland) gefördert. Zwei Brennstoffzellenbusse werden der Bietergemeinschaft Hilgen/Wilmering im Landkreis Ammerland gefördert. Jeweils ein Elektrobus wird gefördert für die Ems-Vechte-Busverkehr GmbH in Lingen (Landkreis Emsland), Solling Bus in Moringen (Landkreis Northeim), die Brünemeyer Reisen und Transporte in Friesoythe (Landkreis Cloppenburg), Thomas Gerdes Reisen in Westerstede (Landkreis Ammerland), Hermann Edzards in Esens (Landkreis Wittmund) sowie Edzards Reisen ebenfalls in Esens.
Insgesamt werden 567 Bushaltestellen barrierefrei ausgebaut werden. Die meisten Anträge (16) wurden vom Zweckverband Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen (ZVBN) gestellt, gefolgt von Anträgen aus dem Gebiet der Region Hannover (14). Dahinter folgen die Landkreise Harburg (12), Emsland (8), Schaumburg, Stade sowie der Zweckverband Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (ZVSN) mit je 6 Anträgen). Beim ÖPNV-Busbeschaffungsprogramm können 65 Vorhaben mit einem Investitionsvolumen von 118,5 Millionen Euro Berücksichtigung finden, wovon das Land 41,1 Millionen Euro trägt.
Insgesamt sollen mit diesen Mitteln 316 neue Busse beschafft werden, von denen 45 batterieelektrische und 2 Brennstoffzellen-Antriebe erhalten sollen. Die weiteren Fahrzeuge sollen mit Dieselantrieb (110), Diesel-Mildhybrid-Antrieb (136), Diesel-Hybrid-Antrieb (3) sowie Erdgas-Mildhybrid-Antrieb ausgestattet werden. In das ÖPNV-Jahresförderprogramm 2026 wurden 252 Anträge aufgenommen, die 942 einzelne Projekte mit einem Fördervolumen von rund 110 Millionen Euro beinhalten und ein Investitionsvolumen von gut 317 Millionen Euro auslösen.
Das Land Niedersachsen legt jährlich ein landesweites Förderprogramm für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) auf. Die Förderbereiche sind vielfältig: So sind im Programm insbesondere Infrastrukturprojekte wie der Um-, Ausbau und die Grunderneuerung von Bushaltestellen, zentralen Omnibusbahnhöfen, Stadtbahnprojekte in Hannover und Braunschweig, Park&Ride- und Bike&Ride-Anlagen, aber auch Projekte zur Beschleunigung des ÖPNV und zur aktuelleren Information der Fahrgäste (Echtzeitinformationssysteme) enthalten.
Die Zuschüsse des Landes stammen aus Mitteln des Niedersächsischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (NGVFG-Landesmittel) und des Regionalisierungsgesetzes (RegG-Bundesmittel). Das ÖPNV-Förderprogramm wird durch die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) umgesetzt. Die einzelnen Projekte finden Sie in der Anlage. Beigefügt ist auch ein Diagramm über die Verteilung der Mittel auf die einzelnen Programmteile, die Entwicklung des Fördervolumens seit 2015, die Zahl der angeschafften Omnibusse sowie die Anzahl der durch das Jahresförderprogramm ausgebauten Bushaltestellen (nach dem vereinfachten Verfahren). (NiedersächsischesMinisteriumfürWirtschaft,VerkehrundBauen/PM/Sr)