Der PVI Oreos 4X hat sich bei den Stadtwerken Osnabrück bewährt. Foto: Stadtwerke Osnabrück

Die #Stadtwerke Osnabrück melden ein besonderes Jubiläum: 100.000 km wurden rein elektirsch in h vier Jahren im innerstädtischen Linienbetrieb gefahren. Seit dem Fahrplanwechsel im August 2013 fährt einer der Stadtwerke-Elektro-Midibusse regelmäßig im innerstädtischen Linienverkehr. Der Pionier in Sachen elektrischer Nahverkehr wird auf der Linie 94 entlang des Marienhospitals eingesetzt und bringt die Fahrgäste lautlos direkt vor den Haupteingang des Krankenhauses. Nach vier Betriebsjahren hat der Elektrobus durch die Versorgung mit Ökostrom seinen Teil zum Klimaschutz für Osnabrück beigetragen. Der Elektrobus wurde im Rahmen des Förderprojekts „econnect Germany“ gefördert und ist seitdem ein echter Sympathieträger für Osnabrück. Der Elektrobus stammt von #PVI (Power Vehicle Innovation). Das Fahrzeug mit dem Namen Oréos 4X bietet in der Osnabrücker Variante Platz für 45 Fahrgäste (25 Sitz- und 19 Stehplätze, 1 Rollstuhlplatz). Mit 9,3 Meter Länge ist er etwa halb so lang wie ein Gelenkbus, der 140 Passagiere transportieren kann. Die Spitzengeschwindigkeit des Oréos 4X beträgt laut Datenblatt 70 Stundenkilometer, die Reichweite bis zu 140 Kilometer – und das bei bei einem Leergewicht von zehn Tonnen. Der Elektromotor im Heck bringt es auf 140 PS. Die zwei Tonnen schwere Lithium-Ionen-Batterie auf dem Dach des Midibusses verbraucht laut Werksangaben durchschnittlich 1,03 Kilowattstunden pro Kilometer. Das entspricht einem CO2-Ausstoß zwischen 40 Gramm (Ökostrom) und 610 Gramm (herkömmlicher Strom) pro Kilometer. Acht Stunden dauert es, die Batterie komplett zu laden. Schnelleres Nachladen gehe zulasten der Lebensdauer, ebenso das Leerfahren des Akkus, heißt es bei den Stadtwerken. Der Midibus soll deshalb nicht an Ladestationen unterwegs, sondern nur und in Ruhe auf dem Busbetriebshof aufgetankt werden. „Sowohl unsere Fahrerinnen und Fahrer als auch unsere Kollegen in der Werkstatt sowie in der Planung haben wertvolle Erfahrungen sammeln können, die uns für die laufende Ausschreibung für die aktuellen Fahrzeuge zugutekommen“, erklärt André Kränzke, Leiter Verkehrsbetrieb der Stadtwerke Osnabrück. Zu den wichtigen Erkenntnissen zählen laut Kränzke insbesondere die Gründe für die Zeiten, in denen der Elektrobus nicht fahren konnte. „Wichtig war für uns, dass nicht der E-Antrieb die Hauptursache für die entstandenen Stillstandzeiten war“, betont Kränzke. Die Ausfallzeiten waren u.a. Komponenten wie ein separater Luftkompressor, der Kühlerlüfter oder elektropneumatische Ventile des automatisierten Schaltgetriebes geschuldet. Der Verbrauch liegt bei dem vollklimatisierten Elektrobus mit 1,15 Kilowattstunden (kWh) je Kilometer noch unter den Erwartungen. Nennenswert ist zudem, dass der Elektrobus insgesamt eine bessere Verfügbarkeit nachweist als ein üblicher Dieselbus. „Die wertvollen Erkenntnisse sind für uns im Hinblick auf das Jahr 2019 von zentraler Bedeutung, wenn wir die erste, rein elektrische Linie in Osnabrück mit 13 elektrischen Gelenkbussen einsetzen“, so Kränzke. Von den positiven Stadtwerke-Erfahrungen können sich auch die Teilnehmer des Weltklimagipfels vom 6. bis 17. November in Bonn überzeugen. Dort wird der Elektrobus als Shuttlebus eingesetzt.

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