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Karsan liefert 110 Elektrobusse der e-Ata-baureihe an ATM Mailand. Foto: Schreiber; Montage: omnibus.news

Die Mailänder Verkehrsgesellschaft ATM hat die Lieferung von insgesamt 110 Elektrobussen des Typs e-ATA 12 von Karsan vergeben. Den Zuschlag erhielt KMobility S.p.A., der italienische Vertriebspartner des türkischen Busherstellers. Wie ATM am 28. Oktober 2026 bekannt gab, sind 80 Fahrzeuge für den Stadtverkehr in Mailand vorgesehen. Weitere 30 Busse sollen bei der ATM-Tochtergesellschaft NET im Raum Monza zum Einsatz kommen. Bei den bestellten Fahrzeugen handelt es sich um zwölf Meter lange, vollständig niederflurige Elektrobusse der e-Ata-Baureihe.

Die Ausführung für den Mailänder Stadtverkehr erhält drei Türen, die für den Überlandverkehr im Umland vorgesehene Variante zwei Türen. Nach Angaben des Herstellers können die Fahrzeuge bis zu 90 Fahrgäste befördern. Sie sind barrierefrei ausgelegt; die für Mailand bestimmten Busse verfügen über zwei Rollstuhlplätze. Auch bei der Sicherheitsausstattung setzt ATM auf moderne Technik: Die Fahrzeuge sollen mit Kamerasystemen ausgestattet werden, deren Bilder in Echtzeit an das Sicherheitszentrum der Verkehrsgesellschaft übertragen werden.

Kamerabasierte Rückspiegelsysteme ersetzen zudem die herkömmlichen Außenspiegel. Die Auslieferung soll schrittweise erfolgen. Eine erste Tranche umfasst 34 Fahrzeuge: 22 für Mailand und zwölf für den Einsatz im Raum Monza. Der erste Bus soll voraussichtlich bis Ende 2027 in den Linienbetrieb gehen. Der Auftragswert wird mit mehr als 76 Millionen Euro angegeben. Im Leistungsumfang sind neben der Fahrzeuglieferung auch Wartungsleistungen über zehn Jahre sowie der Austausch der Batterien enthalten. Für die Fahrzeuge wird eine Reichweite von rund 600 Kilometern unter Standardbedingungen genannt.

Mit der Bestellung setzt ATM den Umbau ihrer Busflotte konsequent fort. Bereits heute sind mehr als 600 Elektrobusse im Bestand der Verkehrsgesellschaft, die insgesamt rund 1.200 Busse betreibt. Bis 2030 soll die Busflotte in Mailand und Monza vollständig auf elektrische Antriebe umgestellt werden. Das dazugehörige Programm „Full Electric“ umfasst nicht nur die Beschaffung neuer Fahrzeuge, sondern auch umfangreiche Investitionen in die Ladeinfrastruktur und die Umrüstung beziehungsweise den Ausbau von Betriebshöfen. Dafür sind nach Angaben aus dem Umfeld des Projekts Investitionen von mehr als 1,3 Milliarden Euro vorgesehen. (ATM/Karsan/PM/Sr)

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