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Toyota hat die 2. Generation des FCEV-Linienbusses namens Sora vorgestellt. Foto: Toyota; Montage: omnibus.news

Pfiffig: Die optionale Ein-Kopf-Befestigungslösung für Rollstühle. Foto: Toyota: Montage: omnibus.news

2018 brachte Toyota mit dem Sora seinen ersten Brennstoffzellenbus (FCEV) auf den Markt. Jetzt haben die Japaner die zweite Generation vorgestellt. Die niederflurige Fahrzeugbasis stammt von Isuzu, die Antriebstechnik von Toyota. Eine wesentliche Änderung betrifft die Anordnung der Komponenten: Der Brennstoffzellen-Stack sitzt nun im vorderen Dachbereich, die Wasserstofftanks sind entsprechend weiter nach hinten gerückt. Statt zehn 70-MPa-Tanks wie beim Sora der ersten Generation verfügt der Sora 2 laut Toyota über drei Tanks mit größerem Fassungsvermögen.

Das Tankvolumen sinkt um 129 auf 471 Liter, während die Reichweite um rund 100 Kilometer auf mehr als 300 Kilometer steigt. Eine effizientere Nutzung der Brennstoffzelle und eine leistungsfähigere Batterie tragen zur verbesserten Energieeffizienz bei. Die bisherige Nickel-Metallhydrid-Batterie wird durch eine Lithium-Ionen-Batterie ersetzt. Der Tankvorgang dauert etwa zehn Minuten. Auch leistungsstärkere Wasserstofftankstellen können zum Betanken genutzt werden, so Toyota. Für den Antrieb sorgen zwei Wechselstrom-Asynchronmotoren mit jeweils 110 kW Leistung und 485 Nm Drehmoment.

Gegenüber den Synchronmotoren der ersten Generation sinkt die Leistung damit um jeweils 3 kW, während das Drehmoment um 150 Nm steigt. Toyota verweist zudem auf einen weiterentwickelten Brennstoffzellen-Stack für Nutzfahrzeuge, der eine höhere Leistung und Lebensdauer bieten und einen ruhigeren, stabileren Betrieb ermöglichen soll. Der Sora 2 ist 10,54 Meter lang, 2,48 Meter breit und 3,44 Meter hoch. Im Innenraum sorgt ein durchgehend niederfluriger Boden für mehr Komfort und einen leichteren Zugang.

Die Stufen der ersten Generation entfallen. Davon profitieren insbesondere mobilitätseingeschränkte Fahrgäste sowie Menschen mit Kinderwagen. Neu ist zudem eine Ein-Kopf-Befestigungslösung für Rollstühle. Toyota bietet den Sora 2 als Stadt- und Überlandbus an. Für den Stadteinsatz nennt der Hersteller eine maximale Kapazität von 69 Fahrgästen, davon 19 Sitz- und 50 Stehplätze. Angaben zur Fahrgastkapazität der Überlandversion veröffentlichte Toyota bislang nicht. Zur Ausstattung gehört ein Emergency Driving Stop System (EDSS), das mit einem Fahrerstatusmonitor (DSM) verbunden ist.

Erkennt das System ein Problem beim Fahrer, bremst es den Bus ab und bringt ihn zum Stillstand. Anschließend wird automatisch die Feststellbremse aktiviert – auch an Steigungen. Ein Front-Totwinkelassistent erkennt Fußgänger und Fahrräder vor dem Fahrzeug und warnt den Fahrer. Eine Funktion bleibt erhalten: Über den Anschluss einer externen Stromversorgung kann der Sora 2 im Katastrophenfall als mobile Notstromquelle genutzt werden. (Toyota/omnibus.news/Sr)

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