
Die erste FIAA fand 1992 statt – ein Jahr zuvor wurde das Messegeländer erst eröffnet… Foto: omnibus.news

1992 fand die erste FIAA statt. Wie heute auf dem damals noch ganz neuen Messegelände… Foto: omnibus.news
Das Messegelände in Madrid, auf dem 1992 die erste Feria Internacional del Autobús y del Autocar (FIAA) stattfand, war ganz neu. Das Gelände, das man heute kennt, wurde erst Ende 1991 offiziell eröffnet. Das Parque Ferial Juan Carlos I bestand damals aus acht Messehallen. Sie waren symmetrisch um eine zentrale Achse angeordnet; in der Mitte stand das markante, stark verglaste Eingangs-/Verwaltungsgebäude von Francisco Javier Sáenz de Oíza – der spanische Architekt war seinerzeit ein einflussreicher Vertreter der modernistischen Bewegung in der spanischen Architektur.
Die übrigen Hallen hat das Architektenteam Jerónimo Junquera/Estanislao Pérez Pita entworfen. Die acht Hallen hatten zusammen ungefähr 97.200 m² überdachte Fläche. Das Gelände wirkte damals deutlich „futuristischer“ und gleichzeitig leerer als heute: Glas, Stahl, große geometrische Hallen, breite Verkehrsflächen und viel unbebautes Gelände und die Messehallen herum. Schon bei der ersten FIAA wurden die großzügigen Hallen im Vergleich zur alten Casa de Campo von den Besuchern gelobt. Die heutigen Hallen 9/10 die die FIAA 20226 nutzt, existierten damals noch gar nicht.
Und trotzdem war das ursprüngliche Gelände mit fast 100.000 m² keineswegs klein. Zeitgenössisch wurde es als großer Schritt gegenüber der alten Messe in der Casa de Campo wahrgenommen. 1992 war die FIAA eine Leistungschau spanischer Bushersteller, ein Besuch damals ein besonderes Erlebnis. Im Mittelpunkt standen Fahrgestelle und klassische Karosseriebauer – auch nur in einem Teil der Hallen. 2026 ist sie eine internationale Branchenmesse mit Elektrobussen, alternativen Antrieben, Ladeinfrastruktur, Digitalisierung, Flottenmanagement und Komponenten. (Ifema/FIAA/omnibus.news/Sr)