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Sascha Böhnke stellt für BUS TV den Evadys von Iveco Bus vor. Foto: Böhnke; Montage: ommibus.news

Der Evadys ist für Iveco Bus ungefähr das, was man als „profitablen Spezialisten“ bezeichnen könnte. Er muss nicht die Stückzahlen des Crossway erreichen. Seine Aufgabe ist es, Kunden abzuholen, denen ein Crossway zu sehr Linienbus und ein klassischer Reisebus zu spezialisiert oder teuer ist. Und genau deshalb ist der Evadys marktstrategisch ziemlich clever: Iveco nutzt die Crossway-Basis, um ein höherwertiges Fahrzeug mit vergleichsweise geringem Entwicklungs- und Produktionsrisiko anzubieten. Der Evadys hat bei Iveco eine interessante, aber klar definierte Stellung:

Er ist nicht das Volumen- und Leitmodell, sondern der Spezialist zwischen klassischem Überlandbus und Reisebus. Gerade diese Nische macht ihn im europäischen Markt relevant. Grund genug für die Omnibusrevue und deren Test- & Technikredakteur Sascha Böhnke, das Fahrzeug bei BUS TV, dem Bewegtbilderkanal der Fachzeitschrift, vorzustellen. „Der Evadys ist der große, erwachsene Bruder des Crossway.“, so Böhnke. Als Hochbodenfahrzeug bringe er von allem ein wenig mehr mit. Mehr Leistung, mehr Gepäckraum und mehr Ausstattung.

Damit positioniere er sich über den klassischen Überlandeinsatz hinaus auch für Ausflugs- und Reiseverkehre qualifiziert, so der Test- & Technikredakteur. 45 Minuten dauert der neueste Film, der Evadys wird wie gewohnt detailliert vorgestellt. Mit Blick auf den Marktanteil und strategischer Bedeutung kann man anmerken, dass der Evadys bei den Stückzahlen nicht in der Liga des Crossway mitspielt. Iveco nennt für den Evadys keine vergleichbare riesige Produktions- oder Marktanteilszahl. Das ist ein Hinweis darauf, dass er ein Nischenprodukt ist.

Aber diese Nische ist durchaus attraktiv: Ein gutes Beispiel ist Frankreich: Für 2025 wird der Evadys dort im Reisebussegment mit 14,1 % Marktanteil und Platz drei angegeben. Das ist für ein einzelnes Modell durchaus beachtlich. Noch wichtiger: Der europäische Markt, in dem Iveco den Evadys positioniert, ist für den Hersteller insgesamt sehr stark. Die Marke gilt als europäischen Marktführer bei Überlandbussen mit über 50 % Marktanteil. Der Evadys wird seit 2022 im Vysoké-Mýto-Werk in Tschechien gebaut – also genau dort, wo auch der Crossway produziert wird.

Interessant ist, dass Iveco disee Baureihe 2025 und 2026 weiterhin prominent auf internationalen Messen präsentiert: Auf der Busworld 2025 gehörte er ausdrücklich zu den sechs ausgestellten Fahrzeugen und wurde als vielseitiger Reisebus für Fernverkehr und Linienbetrieb positioniert. Auch 2026 wird er weiterhin als Teil des Angebots für Einsätze von Shuttleverkehr bis regulären Linienverkehren hervorgehoben. Das zeigt: Iveco betrachtet ihn nicht als auslaufendes Randmodell, sondern als festen Bestandteil seines Angebots.

Dabei verfolgt Iveco beim Evadys momentan eine andere Strategie als bei seinen Stadt- und Überlandbussen: Statt einer Evadys-Elektroversion setzt man auf den 400-PS-Cursor-9 und erneuerbare Kraftstoffe wie HVO/XTL. Der Hersteller sieht den Evadys damit als Lösung für mittlere und längere Distanzen, bei denen ein batterieelektrischer Bus heute nicht für jeden Betreiber die optimale Lösung ist. Aber: Iveco macht auch keinen Hehl daraus, dass ein BEV-Antriebe für den Evadys in Vorbereitung und auch auf den Markt kommen wird. (IvecoBus/BUSTV/omnibus.news/Sr)

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