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Bei Ebusco treten immer mehr asiatische Geschäftspartner auf… Foto: Xiamen Golden Dragon Bus Co. Ltd.

Der angeschlagene niederländische Elektrobuspionier Ebusco hatte im Rahmen der Bekanntgabe seiner Halbjahreszahlen mitgeteilt, dass man Gespräche über die Zufuhr frischen Kapitals führe. Jetzt ist klar: Die Rhein Holding B.V., ein bestehender Anteilseigner, hat sich verpflichtet, weitere sechs Millionen Euro in Ebusco zu investieren. Das Geld soll in zwei Tranchen von jeweils drei Millionen Euro fließen. Die erste Tranche soll in den kommenden Tagen, die zweite noch vor Ende August gezahlt werden. Rhein Holding B.V. besitzt bereits rund fünf Prozent an Ebusco.

Doch wer steckt hinter der Rhein Holding B.V.? Wer recherchiert, stößt immer wieder auf den Namen X. Zhou. Dieser X. Zhou wohnt in Deurne – dem Sitz von Ebusco. Die Rhein Holding B.V. selbst hat ihren Sitz in Heerenveen und wurde erst am 20. September 2023 gegründet. Im niederländischen LEI-Register sind weder eine direkte Muttergesellschaft noch eine Ultimate Parent Company angegeben. Als Grund wird „non-consolidating“ genannt. Das ist bemerkenswert: Es gibt keine öffentlich ausgewiesene Konzernmutter, unter der die Rhein Holding einfach als Tochtergesellschaft auftaucht.

Die Frage liegt nahe: Kommt das Geld, von dem Ebusco ausdrücklich betont, dass es nicht von Gotion stammt, möglicherweise dennoch aus China? Ebusco stellt klar, dass die Gotion-Finanzierung eine davon getrennte Maßnahme sei. Aktuell gibt es allerdings keine belegbaren Hinweise darauf, dass die Rhein Holding B.V. beziehungsweise X. Zhou eine Tochtergesellschaft von Gotion, Yutong oder einem anderen bekannten chinesischen Industriekonzern ist. Es wäre daher derzeit zu spekulativ, allein aus dem Namen „Zhou“, der Verbindung zu Ebusco und der parallelen Beziehung zu Gotion auf chinesisches Staats- oder Konzernkapital zu schließen.

Fest steht jedoch: Eine bislang kaum öffentlich sichtbare niederländische Holding, gegründet 2023 und vertreten beziehungsweise kontrolliert von X. Zhou, hält bereits 11,73 Millionen Ebusco-Aktien. Jetzt stellt dieselbe Holding weitere sechs Millionen Euro bereit und könnte damit auf einen Anteil von 16,6 Prozent an Ebusco kommen. Für die sechs Millionen Euro erhält die Rhein Holding rund 31,7 Millionen neue Ebusco-Aktien zu einem Ausgabepreis von 0,189125 Euro je Aktie. Der Ausgabepreis liegt damit nach Unternehmensangaben rund 15 Prozent unter dem Schlusskurs der Ebusco-Aktie von 0,2225 Euro am 14. August 2026.

Mit der Transaktion erhält die Rhein Holding B.V. zudem das Recht, ein Mitglied für den Ebusco-Aufsichtsrat zu nominieren. Die Ernennung muss allerdings noch von den Aktionären auf einer Hauptversammlung bestätigt werden. Für die neu ausgegebenen Aktien gilt eine Haltefrist von 90 Tagen. Eine weitere Voraussetzung für die Investition ist die Veröffentlichung des erforderlichen Informationsdokuments für die Zulassung der neuen Aktien zum Börsenhandel. Die Eigenkapitalinvestition ist Bestandteil einer umfassenderen Finanzierungs- und Working-Capital-Strategie von Ebusco. Parallel arbeitet das Unternehmen an einer Akkreditivfazilität über rund 30 Millionen Euro mit einem asiatischen Partner, so Ebusco. (Ebusco/omnibus.news/PM/Sr)

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