
Da Ebusco aus Sicht der Verkehrsbetriebe Potsdam weiterhin keinen belastbaren Liefertermin habe bestätigen können, sei der Vertrag gekündigt worden. Foto. Ebusco; Montage: omnibus.news
Es sollte eine Premiere werden: Ebusco meldete vor zwei Jahren einen Auftrag über 23 Elektrobusse der Baureihe 3.0 mit Stromabnehmer. Die Verkehrsbetriebe Potsdam (ViP) hatten den Auftrag gezeichnet, für die neuen Elektrobusse wollte die Landeshauptstadt zusammen mit dem Verkehrsbetrieb Potsdam insgesamt 17,4 Mio.€ investieren. Die Anschaffung im Rahmen des Projekts „E-Mobilität im ÖPNV Potsdams mit Neufahrzeugen“ sollte durch die „Richtlinie zur Förderung alternativer Antriebe von Bussen im Personenverkehr des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr“ mit insgesamt 4,672 Mio.€ unterstützt werden.
Nun hat ViP die vor drei jahren bestellten zehn zwölf Meter langen Ebusco-3.0-Busse und die 13 Gelenkbusse des Typs Ebusco 3.0 mit 18 Metern Länge storniert. Die ersten Elektrobusse hätten schon im März 2025 eintreffen sollen, so ViP. Die Gelenkbusse dann im Juni 2025. Geliefert wurde aber bislang kein einziger Elektrobus, Ebusco hätte die Übergabetermine immer wieder verschoben. Zuletzt sei nun eine Auslieferung bis ins Frühjahr 2027 in Aussicht gestellt worden. Da Ebusco aus Sicht der Verkehrsbetriebe Potsdam weiterhin keinen belastbaren Liefertermin habe bestätigen können, sei der Vertrag gekündigt worden.
Aber nicht nur die neuen Elektrobusse machten Sorgen: Parallel verzögerte sich auch der Umbau des Betriebshofs in Potsdam, wo eine bestehende Abstellanlage mit einem E-Bus-Depot samt Overhead-Ladetechnik ersetzt werden sollte. Ein Vergabestreit der Baumaßnahmen sorgte zudem noch dafür, dass die Fertigstellung im Jahr 2026 wahrscheinlich nicht eingehalten werden kann. Weiterhin haben die Umstellung auf elektrische Antriebe und eine Modernisierung der Busflotte höchste Priorität, so die ViP. Man arbeite mit Hochdruck an einer neuen Ausschreibung. (Ebusco/ViP/PM/Sr)