Seite wählen

MAN hat den Flughafen Amsterdam Schiphol mit Elektrobussen der Lion’s City E-Baureihe ausgestattet. Foto: Schreiber

Mehr 50 BEV-Löwen hat MAN geliefert. Foto: Schreiber

Der Amsterdamer Flughafen Schiphol hatte die Linienbusse für das Vorfeld schon 2015 auf BEV-Antriebe umgestellt. Nach der ersten Generation von Elektrobussen aus dem Reich der Mitte hat nun nach deren Betriebsende mit MAN ein europäischer Bushersteller den Zuschlag erhalten. Mehr 50 BEV-Löwen hat MAN geliefert. Eine genaue Anzahl nannten weder die Flughafenbetreibergesellschaft noch MAN. Die 12,2m langen Elektrobusse von MAN haben drei Türen und einen niedrigeren Boden, sodass Passagiere leichter und schneller in den Bus ein- und aussteigen können.

Dank eines innovativen Layouts, bei dem eine effiziente Raumnutzung im Vordergrund steht, würden diese Fahrzeuge mehr Platz für stehende Passagiere bieten als ihre Vorgänger aus chinesischer Fertigung, wie es seitens der Flughafenbetreibergesellschaft heißt. „Schiphol verfügt seit 10 Jahren über eine vollelektrische Busflotte und war einer der ersten in den Niederlanden, der dies hatte. Mit dieser neuen Busgeneration können wir in Sachen Fahrgastkomfort einen Schritt nach vorne machen. Der Busverkehr wird in den kommenden Jahren aufgrund immer größerer Flugzeuge und mehrerer groß angelegter Renovierungen sehr wichtig werden.“ so Sybren Hahn, Executive Director Infrastructure Schiphol.

Für MAN ist die Bestellung des Flughafens Amsterdam nicht der erste Auftrag für Elektrobusse, die auf dem Vorfeld eines Flughafens eingesetzt werden. MAN versorgte den Flughafen München auch mit Elektrobussen der Lion’s City-Baureihe. In welcher technischen Ausstattung die Lion’s City E für Amsterdam bestellt wurde (standardmäßig haben die MAN-Elektrobusse eine  Dauerleistung von 160 kW und eine Peakleistung von 240 kW sowie eine Batteriekapazität von bis zu 480 kWh), teilte MAN nicht mit. Mit Blick auf die Zukunft hat sich der Flughafen das ehrgeizige Ziel gesetzt, im Jahr 2030 völlig emissionsfrei zu sein.

Das bedeutet, dass alle eigenen Aktivitäten, einschließlich des Bodenbetriebs auf und um die Start- und Landebahnen, keine Emissionen mehr verursachen. Dazu gehört dann auch die Instandsetzung des Betriebsgebäudes, in dem sich u.a. die Ruheräume für die Busfahrer befinden. Dieses nachhaltigere Gebäude wird nicht nur den höchsten Standards in Bezug auf die Pausenbedingungen entsprechen, sondern auch energiepositiv sein. Dies unterstreiche das Engagement des Flughafens Schiphol, auch das Arbeitsumfeld für seine Mitarbeiter zu verbessern und den CO2-Fußabdruck auch in diesem Bereich zu minimieren. (Schiphol/PM/Sr)

Teilen auf: