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Die ACEA hat die Neuzulassungen bei Omnibussen mit Blick auf die Antriebsarten für das 1. Quartal 2026 veröffentlicht. Foto: ACEA; Montage: omnibus.news

Die Association des Constructeurs Européens d’Automobiles (ACEA), der europäische Automobilherstellerverband, hat die Zulassungszahlen für das erste Quartal 2026 veröffentlicht. Mit Blick auf den Omnibussektor werden dabei Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen berücksichtigt – ein Detail, das bei Vergleichen mit anderen Statistiken beachtet werden muss. Insgesamt zeigt sich dieses Fahrzeugsegment jedoch in sehr guter Verfassung: Die Gesamtmärkte in der EU legten über alle Antriebsarten hinweg um 24,5 Prozent auf 10.964 Omnibusse zu, wie die ACEA mitteilt.

Vorweggenommen: Die Neuzulassungen von E-Bussen stiegen im ersten Quartal 2026 um 36 Prozent. Für ihre Statistik berücksichtigt die ACEA die Neuzulassungen in Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, Malta, den Niederlanden, Lettland, Litauen, Luxemburg, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, der Slowakei, Slowenien, Spanien, Schweden, Tschechien, Ungarn und Zypern. Zusätzlich fließen auch die Zahlen aus Island, Norwegen, der Schweiz sowie aus Großbritannien ein.

In der Summe wurden in der EU inklusive EFTA-Staaten und dem Vereinigten Königreich 13.057 neue Omnibusse zugelassen. Auch das entspricht im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einem Plus – konkret 9,6 Prozent, wobei die Schweiz den größten Zuwachs verzeichnete. Die ACEA differenziert in ihrem Zahlenwerk zwischen batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV) und Plug-in-Hybriden, Voll- und Mildhybriden, Diesel sowie weiteren Antriebsarten. Während im ersten Quartal 2025 in der EU insgesamt 1.759 BEV- und Plug-in-Hybridbusse neu zugelassen wurden, waren es im ersten Quartal 2026 bereits 2.393 Einheiten.

Damit stieg ihr Marktanteil von 20 auf 21,8 Prozent. Die EFTA-Staaten und das Vereinigte Königreich sind in dieser Betrachtung ausgeklammert – hier verzeichnen Island und die Schweiz Zuwächse, während Norwegen einen Rückgang von 63 Prozent meldet. Auffällig sind die Neuzulassungen von BEV- und Plug-in-Hybriden im Vereinigten Königreich: Mit 606 statt 835 neu zugelassenen Fahrzeugen im Vergleich der ersten Quartale 2026 und 2025 ergibt sich ein Rückgang von 27,8 Prozent. Damit verliert der einstige Spitzenreiter deutlich an Boden. Portugal hingegen verzeichnet einen Anstieg von 25 auf 253 Neuzulassungen, auch Ungarn legt von 4 auf 21 Fahrzeuge zu.

Einen besonders starken Zuwachs meldet die ACEA für Polen: Statt 53 wurden dort 183 neue Fahrzeuge registriert. Italien führt das Ranking an – im ersten Quartal 2026 kamen dort 491 neue BEV- und Plug-in-Hybridbusse auf die Straße, nach 188 im Vorjahreszeitraum. Und wie entwickelt sich Deutschland? Hier zeigt sich ein Rückgang: 278 neu zugelassene BEV- und Plug-in-Hybridbusse stehen 383 Einheiten aus dem Vorjahreszeitraum gegenüber. Allerdings waren die Neuzulassungen im Jahr 2025 überproportional hoch, sodass sich der Markt möglicherweise wieder auf ein normales Niveau einpendelt.

Gleichzeitig gibt es ein Plus bei Dieselbussen: Statt 753 wurden nun 1.203 Fahrzeuge neu zugelassen. Das entspricht dem europaweiten Trend: Die Zulassungen von Dieselbussen stiegen laut ACEA um 24,8 Prozent und erreichten zwischen Januar und März 2026 einen Marktanteil von 65,7 Prozent. Im Gegensatz dazu gingen die europaweiten Zulassungen von Hybridbussen weiter zurück (–10,6 Prozent). Ihr Anteil liegt nur noch bei 5,1 Prozent, also etwa jede 20. Neuzulassung. In Deutschland zeigt sich jedoch ein anderes Bild…

Mit 29 Einheiten hat sich die Zahl neuer Hybridbusse im Vergleich zum ersten Quartal 2025 nahezu verdoppelt. Wie sich die Entwicklung fortsetzt, dürfte sich spätestens zur Jahresmitte anhand belastbarer Zahlen klarer abzeichnen. Großbritannien wird trotz rückläufiger Neuzulassungen voraussichtlich weiterhin eine führende Rolle im Segment der lokal emissionsfreien Omnibusse einnehmen. (ACEA//Sr)

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