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Spatenstich in Rom: Daimler Buses baut neues Service Center. Foto: DaimlerTruck

Ein Fund im Wettbewerb ist – auch in Zeiten der Elektromobilität – der Service. Ohne ein entsprechendes Angebot fühlen sich – allen voran private Busunternehmer – im Stich gelassen. Jetzt meldet Daimler Buses, dass das Unternehmen bis zu 200 Millionen Euro investiert, um sein europäisches Servicenetz mit klarem Fokus auf Ladeinfrastruktur und E-Mobilitätsunterstützung zu stärken. Das schafft Vertrauen. Dabei den Blick auf Ladeinfrastruktur und E-Mobilitätsunterstützung zu legen, ist nicht verkehrt. Ganz im Gegenteil, denn es geht nicht mehr nur darum, Omnibusse zu verkaufen, sondern zukünftig mehr denn je darum, das gesamte Ökosystem zu besitzen.

Mit bereits über 630 Servicestandorten ist der Bushersteller mit den Marken Mercedes-Benz und Setra gut aufgestellt. Nun folgt konsequenterweise die Erweiterung und Modernisierung von Service-Hubs. Mit dabei der Einsatz von Hochspannungsexperten an über 130 Standorten. Außerdem werde eine dedizierte Lade-Hotline (mit ~85 % Fernauflösungsziel) gestartet, so Daimler Buses. Und für den Aufbau schlüsselfertiger E-Infrastrukturlösungen über Daimler Buses Solutions ist der Bushersteller schon bekannt.
Daimler Buses priorisiert in naher Zukunft batterieelektrische Busse gegenüber Wasserstoff, wie der neue eCoach als Technologieträger auf Setra-Basis zeigt. Keine Frage, es gibt immer noch Infrastrukturlücken für den Fernverkehr. Darum trat das Unternehmen auch in den öffentlichen Ladebereich ein, plant Stationen an stark frequentierten Knotenpunkten wie München und Köln und nutzt sein Engagement in Milence. So entsteht ein Wettbewerbsvorteil in der E-Mobilität, der über Hardware hinausgeht. Trotz der wachsenden Konkurrenz aus dem Reich der Mitte, wer wie Daimler Buses agiert, dürfte am Ende als Gewinner dastehen.
Warum? Weil man zuverlässige, durchgängige Service-Ökosysteme liefern kann. Jetzt hat Daimler Buses hat mit dem Bau eines neuen Servicecenters in der Metropolregion Rom begonnen. Die Anlage in Fiano Romano, rund 40 Kilometer nördlich von Rom, soll ab Anfang 2027 Wartungs- sowie Servicearbeiten für Mercedes‑Benz- und Setra-Busse übernehmen. Der Spatenstich hat Mitte März in Anwesenheit von Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Unternehmen stattgefunden. Der neue Standort ersetzt das bisherige, etwas weiter südlich gelegene Servicecenter in Monterotondo.

Der Neubau entsteht auf einer Fläche von rund 11.500 m², davon etwa 3.000 m² überdachte Werkstattbereiche. Vorgesehen sind 25 Busstellplätze sowie auch schon vier Arbeitsstationen für Hochvolt-Fahrzeuge. (DaimlerBuses/omnibus.news/Sr)

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