
Neues aus Neuss: Marcel Thomas, Leiter Abteilung Technik/Materialwirtschaft, Geschäftsführer Stephan Lommetz und Thomas Walkiewicz sowie Uwe Koppelmann, Leiter Bereich Nahverkehr vor den neuen Elektrobussen von BYD. Foto: StadtwerkeNeuss
BYD hat in Deutschland im Jahr 2025 bei den Neuzulassungen im Segment der Elektrobusse >8t den 3. Platz erobert – 167 Elektrobusse reichten, um hinter Mercedes-Benz (665 Elektrobusse) und MAN (386 Elektrobusse) noch auf das Siegertreppchen zu kommen. Und nicht nur in Deutschland läuft das Geschäft, europaweit liegt BYD bei den Elektrobussen >8t bei den Neuzulassungen 2025 mit 1.305 Fahrzeugen auf Platz 4 – nur 90 Elektrobusse fehlten, um auch hier auf Platz 3 vorzufahren… Und die Auftragsbücher sind gut gefüllt, immer mehr kommunale und private Verkehrsunternehmen entscheiden sich für einen Elektrobus von BYD.
So auch die Stadtwerke Neuss, die nach VDL und Solaris nun mit sechs Elektrobussen von BYD ihren Fuhrpark erweitern. Insgesamt verfügen die Stadtwerke in ihrem Fuhrpark über 17 reinelektrische Busse. Die Kosten beziffern die Stadtwerke Neuss mit 3,8 Millionen Euro. Die Busbeschaffung wird vom Land NRW mit rund 730.000.- Euro gefördert. „Hinsichtlich der weiteren Elektrifizierung der Busflotte orientieren wir uns an den Beschlüssen des Rates der Stadt Neuss und an der EU Clean Vehicle Directive (CVD) mit einem ständig ansteigenden Anteil an E-Bussen“, erklärt Stephan Lommetz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stadtwerke Neuss.
„Für den Auftrag der sechs Elektrobusse hat es eine europaweite Ausschreibung gegeben und der Hersteller BYD hat diese gewonnen, weil er das beste Preis-Leistungsverhältnis hatte“, so Thomas Walkiewicz, technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Neuss. Die sechs neuen Elektrobusse werden ältere Busse mit Verbrennungsmotor ersetzen. Bei einer jährlichen Laufleistung von durchschnittlich 50.000 Kilometern pro Bus versprechen sich die Stadtwerke so eine CO2-Einsparung von bis zu 360 Tonnen im Jahr, was sich aus der Reduktion des Dieselverbrauchs um 136.000 Liter jährlich ergibt.
Geladen werden die drei E-Busse künftig auf dem Betriebshof an der Moselstraße und auch auf der Strecke an ersten Endhaltestellen im Liniennetz der Stadtwerke. An der Haltestelle Neusserfurth Schleife entsteht derzeit hierfür eine Schnelllademöglichkeit. Zwei weitere Schnellladepunkte sollen noch dieses Jahr am Rheinpark Center sowie auf der Neusserfurth erbaut werden. „Die Batterien der Busse haben eine Kapazität von über 500 kWh“, erläutert Uwe Koppelmann, Bereichsleiter Nahverkehr bei den Stadtwerken, den Ladeprozess. Geladen wird über ein Dachladesystem, einen sogenannten Pantographen.
Der Ladearm auf dem Fahrzeugdach verbindet sich auf Knopfdruck mit der Ladevorrichtung in der Busdepothalle bzw. auf der Strecke. Schnellladen und Depotladen sind mit bis zu 300kW möglich. „Bei einer zu 80% entleerten Batterie rechnen wir mit einer Vollladezeit von etwa 2,5 Stunden bei der nächtlichen Ladung mit 150 kW.“, ergänzt Marcel Thomas, Leiter Abteilung Technik/Materialwirtschaft bei den Verkehrsbetrieben. Angestrebt werden Reichweiten im durchschnittlichen Fahrbetrieb von stabil mehr als 250 Kilometern zwischen zwei vollständigen Ladevorgängen, mit dem Zwischenladen an den Endhaltestellen sogar darüber hinaus. (StadtwerkeNeuss/PM/Sr)