
Dipl.-Ing. Wolfgang Jäger stellte das Solarfaltdach von DHP Technology auf der Mobility Move 2026 vor. Foto: Schreiber
Ein Solarfaltdach auf dem Busparkplatz? Ja, das ist intelligente Nutzung von bestehenden Infrastrukturen. Dass das Solarfaltdach von DHP Technology auch für die Busbranche interessant sein könnte, war der Grund für die Präsenz auf der Mobility Move 2026. Dipl.-Ing. Wolfgang Jäger, Sales Manager von DHP, war mit einem Anschauungsmodell nach Berlin gereist, um exemplarisch zu zeigen, wie sich bestehende Infrastrukturen effizient für die (eigene) Energieproduktion nutzen lassen: Das Solarfaltdach wird über den Stellplätzen auf den Freiflächen eines Busdepots installiert und erzeugt dort erneuerbaren Strom – ohne zusätzlichen Flächenverbrauch und ohne Einschränkung der Betriebsabläufe.
„Gleichzeitig schützt die Konstruktion die darunter stehenden Omnibusse vor Witterungseinflüssen und trägt so zu stabileren Betriebsbedingungen bei.“, so Jäger im Gespräch mit omnibus.news. Das kleine Modell steht sinnbildlich für einen zentralen Ansatz der Energiewende: Die Kombination von Energieerzeugung und bestehender Nutzung. Gerade Busdepots gehören im >Rahmen der Umstellung auf Elektromobilität zu den energieintensiveren Infrastrukturen mit hohem Eigenstrombedarf. Durch die Integration von Photovoltaiklösungen direkt vor Ort kann ein Teil dieses Bedarfs nachhaltig gedeckt werden. Das Solarfaltdach ermöglicht dabei eine flexible und standortangepasste Nutzung – insbesondere auch in Regionen mit anspruchsvollen Witterungsbedingungen.
Die Solarmodule sind an Stahlseilen aufgehängt und entfalten sich hoch über der Parkfläche. Die tragende Struktur ruht auf weit gesetzten Stützen mit bis zu 34 Metern Abstand. Der Faltmechanismus werde durch einen intelligenten Algorithmus gesteuert, so Jäger: “ Bei Sonne fährt das Dach aus, bei Sturm, Schnee oder Hagel zieht es sich automatisch in die Schutzposition zurück.“ Zweiseitige Solarmodule verwerten auch das vom Boden reflektierte Licht für die Stromproduktion. So steigere das Solarfaltdach den Energieertrag um bis zu zehn Prozent, wie Jäger erläutert. Und das ganz ohne zusätzlichen Flächenbedarf! Auf Wunsch werde auch eine Ladeinfragstruktur für Elektrobusse geliefert, oder eine Power-to-X-Anlage, wie der Sales Manager erklärt.
Durch die Kombination von Photovoltaik mit vorhandener Infrastruktur werde nicht nur Platz gespart, so Jäger gegenüber omnibus.news, sondern auch ein Beitrag zur dezentralen Energieversorgung geleistet. Unternehmen und Kommunen könnten durch die Nutzung von Solarfaltdächern nachhaltige Stromquellen erschließen, ohne dabei neue Flächen beanspruchen zu müssen. Das Solarfaltdach zeige, dass erneuerbare Energien und Flächeneffizienz Hand in Hand gehen können. Vor zehn Jahren gründeten zwei mutige Schweizer die DHP Technology AG. Ihre Vision: Ein faltbares Solardach, das über versiegelten Infrastrukturflächen nachhaltigen Strom produziert. Im Jubiläumsjahr feiert das Unternehmen rund 30 realisierte Projekte, viele Auszeichnungen und volle Auftragsbücher. (DHP/omnibus.news/Sr)