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MAN investiert 1 Mrd. Euro in deutsche Standorte. Foto: MAN, Milt, Schreiber; Montage: omnibus.news

Deutschland, Polen, Slowakei und Südafrika, Türkei: MAN verfügt über ein weltweites effizientes Netzwerk an hochmodernen Produktionsstandorten. Wesentlich sind dabei die Konzentration auf Kernkompetenzen, die Stärkung zukunftsrelevanter Technologiefelder, die Reduktion der Netzwerkkomplexität und effiziente Wertschöpfungsstrukturen. Mit „MAN2030+“ wurde ein Programm zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftssicherung der deutschen Standorte aufgelegt, mit 1.000.000.000 Euro  soll die Performance des Unternehmens in der Heimat nachhaltig verbessert werden.

Zugleich werden wesentliche Neuinvestitionen, die für die nächste Fahrzeuggeneration auf Basis des künftigen Baukastensystems TRATON Modular System (TMS) notwendig sind, perspektivisch auch in Osteuropa vorgenommen. Auch die Ansiedlung und der Aufbau einer weiteren Batterie-Fabrik innerhalb der Gruppe soll in Abhängigkeit vom weiteren Hochlauf der E-Mobilität im Truck- und Busbereich in Osteuropa erfolgen. Den geplanten Investitionen haben alle relevanten Gremien im Rahmen der Investitionsplanung zugestimmt. 

MAN-CEO und TRATON-Vorstandsmitglied Alexander Vlaskamp: „Das Vorhaben sichert die Wettbewerbsfähigkeit von MAN und garantiert unseren Kunden auch weiterhin ein breites Produktportfolio als Full-Liner, was die Basis für den künftigen Erfolg des Unternehmens bildet. So sichern wir die Arbeitsplätze der aktuell bei uns Beschäftigten auch in der Zukunft. Mit unseren anhaltend hohen Investitionen in Deutschland kommen wir unserer industriepolitischen Verantwortung nach.“

Karina Schnur, Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats der MAN Truck & Bus SE, sagte: „Es waren keine einfachen – aber immer respektvolle und konstruktive Gespräche, an deren Ende nun aus Sicht der Mitbestimmung und der IG Metall der bestmögliche Kompromiss für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und das Unternehmen steht. Die Einigung ist ein ganz starkes Signal für die Sicherheit, die Stabilität und auch die Zukunftsperspektiven unserer Beschäftigten. Mit dieser Vereinbarung sichern wir die Arbeitsplätze der bei MAN beschäftigten Kolleginnen und Kollegen mindestens bis Ende 2035.“

Um die Investitionen tätigen zu können, sind auch Maßnahmen zur Kostensenkung Teil des Programms „MAN 2030+“. Der überwiegende Teil der geplanten Maßnahmen zur Kostensenkung in Höhe von rund 900 Millionen Euro sind belegschaftsunabhängig und dazu gehören unter anderem Einsparungen bei Material- und Sachgemein-Kosten sowie eine weitere Steigerung der Vertriebs-Performance. Darüber hinaus wurden weitere Maßnahmen definiert, die die Belegschaft unmittelbar betreffen und mitbestimmungspflichtig sind. 

In diesem Zusammenhang haben die unterzeichnenden Parteien im Eckpunktepapier zum Vorhaben eine langfristige Beschäftigungssicherung für die Beschäftigten der MAN Truck & Bus SE in Deutschland bis Ende 2035 vereinbart und den Erhalt aller deutschen Produktionsstandorte festgeschrieben. Danach kann sich diese Beschäftigungssicherung in Abhängigkeit bestimmter Faktoren der Unternehmensperformance sogar bis Ende 2040 verlängern. Hierzu werden unter anderem Ergebnis- und Absatzziele im MAN-Kerngeschäft mit Trucks herangezogen.

In die deutschen Standorte soll zudem bis Ende 2030 fast eine Milliarde Euro investiert werden, um sie zukunftsfest zu machen. Davon soll der Großteil an bayrischen Standorten investiert werden. Um diese und weitere Investitionen in den Feldern der Elektrifizierung, Digitalisierung und Automatisierung der Fahrzeuge abzusichern, soll die Stellenzahl der deutschen Standorte der MAN Truck & Bus SE in den nächsten Jahren entlang der Entwicklung der demografischen Kurve unter Nutzung der natürlichen Fluktuation angepasst werden.

Betriebsbedingte Kündigungen werden dadurch ebenso vermieden wie kostenintensive Abfindungsprogramme. Zudem sollen im Rahmen von „MAN2030+“ in Deutschland mit 2.300 Stellen über den Zeitraum von zehn Jahren deutlich weniger Stellen entfallen, als Beschäftigte im gleichen Zeitraum in Rente gehen. In München geht es um den demografischen Entfall von rund 1.300, in Nürnberg von etwa 400 und in Salzgitter von rund 600 Stellen. Wittlich mit derzeit rund 60 Beschäftigten ist von den Maßnahmen nicht betroffen.

An allen Standorten wird MAN auch weiterhin einstellen, so dass das Unternehmen auch Mitte der 2030er-Jahre mit dann etwa 13.000 Beschäftigen ein großer Arbeitgeber in Deutschland bleibt. Die MAN Truck & Bus SE hat zudem angekündigt, weiter übertarifliche Lohnbestandteile zu zahlen, um in Deutschland wettbewerbsfähig und ein attraktiver Arbeitgeber zu bleiben. Die Ausbildung wird im Rahmen des Programms weiter ihre große Bedeutung für MAN behalten. Das Unternehmen hat zugesagt, künftig an einem Großteil der Standorte jährlich neue Azubis bei technischen Ausbildungsplätzen in Höhe von mindestens zwei Prozent der direkten Stammbelegschaft einzustellen. (MAN/PM/Sr)

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