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Zur Premierenfeier stand der S 210 H auf dem roten Teppich (C) Brainpool / Willi Weber

Der S 210 H gut ausgeleuchtet am Drehort (C) Brainpool / Willi Weber

Am Drehort: Der S 210 H wird für die nächste Aufnahme in Szene gesetzt (C) Brainpool / Willi Weber

Filmszene: Stromberg als Busfahrer (C) Brainpool / Willi Weber

Filmszene: Einsteigen zum Betriebsausflug (C) Brainpool / Tobias Klauke

Im selben Jahr, in dem sich Carl Benz den Motorwagen patentieren lässt, erfindet Friedrich Soennecken in Bonn den Aktenordner. Insofern ist nicht nur das Auto, sondern auch das moderne Büro etwas typisch Deutsches. Und auch der im Film eingesetzte Ulmer Bus vom Typ Kässbohrer S 210 H ist ein typisches Gefährt, zumindest für Betriebsausflüge. Alle Zutaten für den Kinofilm „Stromberg – Der Film“ sind vom Produzenten Brainpool TV GmbH perfekt inszeniert. Nach fünf erfolgreichen und preisgekrönten TV-Staffeln ist Bernd Stromberg, Leiter der Schadensregulierung der Capitol Versicherung, wieder da. Seit dem 20. Februar läuft „Stromberg – Der Film“ in den Kinos. Und es geht raus aus dem Büro und rein in den Bus. Das Busunternehmen heißt sinnigerweise Happy Tours. Die gesamte Belegschaft der Capitol auf einem Betriebsausflug der besonderen Art. Nicht nur hinter dem Lenkrad des Busses ist Stromberg wie gewohnt sarkastisch, bissig und egozentrisch. Der im Film eingesetzte Kässbohrer S 210 H gehört zur Baureihe 200, die Kässbohrer im Sommer 1976 vorgestellte. Die mit der neuen Baureihe eingeführte Standardisierung der einzelnen Typen und Baugruppen sowie verbesserte Produktionsverfahren, hier insbesondere das Verbundsystem (eine von Kässbohrer entwickelte Vorrichtung im Rohbau zum Zusammensetzen der Gerippekomponenten) ermöglichten eine Steigerung der Produktion auf acht Komplettbusse pro Tag. Und noch etwas war neu: Mit der Einführung der Querstrom-Raumlüftung und -heizung wurden Maßstäbe für den Klima-Komfort in Reisebussen gesetzt. Mit insgesamt 27.680 Einheiten (1976 bis 1991) der Baureihe 200 wurden die Verkaufszahlen der Vorgängerreihe um rund 150 Prozent übertroffen! Nicht nur die deutsche, sondern auch die westeuropäische Fachpresse zollte dem neuen Produkt aus Ulm höchstes Lob. Omnibus-Fachjournalisten wählten den S 215 HD auch zum „Bus des Jahres 1977“. Und auch die ersten Kritiker sind nach ihrem Kinobesuch mehr als zufrieden. Vielleicht gibt es ja wie bei der TV-Serie, die mit dem Grimme-Preis und deutschen Comedypreisen belohnt wurde, auch eine Auszeichnung für den Kinofilm.

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